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Rede Neujahrsempfang 2013 - Margit Rosentritt

in Jahr Kreishandwerksmeisterin. Es war klar, dass ich mich auf ein Amt eingelassen habe, dass mit mehr Verantwortung und auch ein bisschen mehr Arbeit verbunden ist.

Was mir niemand gesagt hat, wie viel Spaß das Ganze macht.
Im letzten Jahr habe ich mir für 2012 von Ihnen ein freundschaftliches Miteinander gewünscht.
Heute darf ich mich bei Ihnen allen für ein gutes Jahr bedanken.
Angefangen hat es mit dem Besuch unseres Oberbürgermeisters H. Remele und interessierte Stadträte. Dabei wurde ich unterstützt von unserem Hauptgeschäftsführer Herrn Lauer und dem Leiter dieses Hauses hier in Schweinfurt Herrn Planer.
Kurz danach waren alle Schulleiter der Mittelschulen unter der Leitung von Herrn Schulamtsdirektor H. Eusemann und Frau Klose hier in der Handwerkskammer, dabei wurde ich von Herrn Maul begleitet.
Werkstätten besuche in Verbindung mit guten Gesprächen wurden dann von Kaffee und Kuchen abgerundet.
Danach die erste Freisprechung mit voller Verantwortung und in leicht abgeänderter Form. Und die Veränderung kam nicht nur von unserer Seite, auch unser Oberbürgermeister und unser Landrat haben mich mit einer Umgestaltung überrascht.
Es folgte ein Behörtengespräch im Landratsamt. Das erste dieser Art und Unser Landrat H. Leitherer sowie die anwesenden Obermeister waren sich einig, dass es keine verlorene Zeit war.
Im Sommer kam ein Highlight. Der erste goldene Meisterbrief. Ich durfte einem Vollblut Handwerker zu seinem 50jährigem Betriebsjubiläum und zu 50Jahre Meisterbrief gratulieren. Natürlich ist das für viele nichts Sensationelles. Aber sich vorzustellen, das Handwerk, das man gelernt hat, nach 50 Jahren noch mit Freude auszuführen und erfolgreich zu sein spricht doch allemal für das Handwerk.
Unsere Internet- Seite wurde erneuert und wir lernen gerade, damit richtig umzugehen. Vielleicht finden Sie auch mal Zeit uns auf dieser Seite zu besuchen.
Ein Gespräch der Obermeister in der Agentur für Arbeit mit dem aktuellen Thema: Abzug der Amerikaner und was uns allen natürlich immer unter den Nägeln brennt, der Fachkräfte - und Nachwuchsmangel im Handwerk. Es ist schön, wie die Zusammenarbeit funktioniert.
Eine größere Aktion im letzten Jahr war der Tag des Handwerks. Wir hatten neun politische Amtsträger, die sich bereit erklärt haben am 15. September ein Schnupperpraktikum in einem Handwerksbetrieb zu absolvieren.
Vielen Dank noch mal an alle die mitgemacht haben. Das gilt den Praktikanten sowie den Handwerksbetrieben und unserer Schweinfurter Presse.
Zum Andenken dürfen wir den anwesenden Praktikanten noch eine Kleinigkeit überreichen.
Ich hoffe sie haben einen kleinen Einblick in die verschiedenen Arbeitsabläufe bekommen und Wünsche mir natürlich, dass es ihnen auch Spaß gemacht hat.
Die zweite Freisprechung im September hat dann auch gezeigt: Je höher der Frauenanteil unter den Freizusprechenden, um so schicker sind unsere männlichen Freizusprechenden gekleidet. Und vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen, wir hatten auf unserer Tafel im Theater auch schon unser neues Logo der Kreishandwerkerschaft.
Ebenfalls im September war eine Veranstaltung, in der es sich um Hilfe für die Ausbilder mit schwächeren Schülern drehte. Vielen Dank Herr Scheitler von der Agentur für Arbeit, Frau Türk von der Gbf und Frau Engelhart von der HWK.
Auch wenn wir letztes Jahr nicht aktiv mit der Kreishandwerkerschaft auf der Ufra vertreten waren, so hat es doch einen Handwerkerabend gegeben. Dank der Sparkasse Schweinfurt und Herrn Rieger, Dankeschön
An eine alte Tradition anknüpfend haben wir letztes Jahr auch das Präsidentengespräch wieder aufleben lassen. Unser HWK-Präsident H. Neugebauer, Hauptgeschäftsführer H. Lauer mit allen Obermeistern der Innungen und Gastinnungen haben sich an einen Tisch gesetzt. Wenn man eine Kreishandwerksmeisterin hat, wird halt Kommunikation groß geschrieben.
Auch hier möchte ich die Gelegenheit noch einmal nutzen mich bei allen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen Mitarbeiter der HWK zu bedanken. Es ist schön, wenn man das Gefühl hat, es stehen einen die Türen offen und wenn nötig wird einem geholfen.
Hier möchte ich auch gleich unsere Schweinfurter Kammer erwähnen. Angefangen mit Herrn Planer über Herrn Maul bis zu unserem Hausmeister Herrn Aquilella vielen Dank für das letzte Jahr. Es ist wichtig, Menschen um sich zu haben, die einem auch mal erklären warum es nicht so geht, wie man es sich wünscht.
Wobei ich daran eigentlich keinen Mangel habe.
Viele Planungen erforderten natürlich die zwei Tage im November Berufsfindungs, - und Informationstag mit über 600 Anmeldungen. Wir hatten ja den Vorteil, dass diese Veranstaltung zum zweiten Mal stattfand. Wir konnten also am Ablauf aus dem vorherigen Jahr wie es Herr Wachter ins Leben gerufen hat nur profitieren. Auch hier vielen vielen Dank all denen die beteiligt waren, besonders meinen Obermeistern.
Und nachdem es nichts gibt, was man nicht verbessern kann, werden wir uns bemühen in diesem Jahr noch mehr interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit des Reinschnupperns bieten.
Wie sie der Einladung für heute entnehmen konnten hat die Kreishandwerkerschaft auch ein gutes Verhältnis zu den Unternehmerfrauen des Handwerks, was sicherlich dazu führt, dass auch in Zukunft die eine oder andere Veranstaltung zusammen organisiert wird.
Selbstverständlich wurde das ganze Jahr begleitet von verschiedenen Gesprächen und Veranstaltungen im Bereich Nachwuchsaquise, Integration und Fachkräftemangel.
Ich kann nur sagen, ein sehr abwechslungsreiches Jahr.
Ein besonderes Lob möchte ich auch noch an meine Gitte aussprechen. Unsere Frau Rapp, die sich jetzt auch an meine Gedankensprünge gewöhnt hat und an meinen Stellvertreter Jürgen Weth der uns immer wieder lehrt, das trotz Panikattaken am Schluss eh alles klappt.
An einem Neujahresempfang so hab ich mir sagen lassen, hält man einen Rückblick und schaut danach auf das kommende Jahr.
Zurück geblickt habe ich, nur mit dem vorausblicken habe ich meine Schwierigkeiten.
Natürlich würde ich gerne Versprechen, dass wir bis Ende des Jahres alle Eltern überzeugt haben, ihre Kinder nach Ihren Begabungen zu fördern und nicht schon in der ersten Klasse den Weg zum Abitur voraus zu planen. Ich bin mir sicher, dann gäbe es wieder glücklichere und ausgeglichenere Kinder, und für uns im Handwerk wieder genügend Nachwuchs.
Es wäre auch schön, wenn wir es schaffen würden, dass berufstätige Mütter flexibel auf Veränderungen der Arbeitsstelle reagieren könnten und sich nicht nur nach den Buchungszeiten der Kindergärten richten müssen.


Wunderbar wäre es auch, wenn Ich im nächsten Jahr verkünden könnte, das wir das letzte schwarze Schaf unter den Arbeitgebern überzeugt haben, und jetzt alle wissen, dass unsere Mitarbeiter unser höchstes Gut sind, dass zwar nicht verhätschelt aber doch gepflegt werden muss.
Und das Arbeitszeit auch Lebenszeit bedeutet.
Ich bin aber Handwerker und verspreche meinen Kunden auch nichts, was ich nicht halten kann.
Deshalb kann ich für 2013 nur versichern, weiterhin mein Bestes zu geben und daran zu arbeiten, dass noch mehr Menschen sagen können:
Im Handwerk fühl ich mich wohl.
Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen die Kraft, mit allem fertig zu werden was so ein Jahr zu bieten hat und möchte mit den Worten von Albert Schweitzer enden, allerdings in der Hoffnung, dass dies nicht auf uns zutrifft.
"Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht Wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind."

„Gott schütze das ehrbare Handwerk”!