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21.07.2014 13:04 Uhr, Schweinfurt
NATURERLEBNISPFAD ERÖFFNET

Im kühlen Schatten des städtischen Waldes lässt es sich auch bei brütender Hitze ganz gut

aushalten. Mit über 30 Grad war es während der offiziellen Einweihung des
Naturerlebnispfades am Samstag dennoch zu warm, um sich an einer der Stationen im
Weitsprung mit Feldhase, Fuchs und Reh zu messen. Kein Problem allerdings, schließlich bietet
der Pfad allerlei weitere Möglichkeiten, die heimische Natur auf ganz neue Art zu erleben.
Im kühlen Schatten des städtischen Waldes lässt es sich auch bei brütender Hitze ganz gut
aushalten. Mit über 30 Grad war es während der offiziellen Einweihung des
Naturerlebnispfades am Samstag dennoch zu warm, um sich an einer der Stationen im
Weitsprung mit Feldhase, Fuchs und Reh zu messen. Kein Problem allerdings, schließlich bietet
der Pfad allerlei weitere Möglichkeiten, die heimische Natur auf ganz neue Art zu erleben.
Sieben Stationen umfasst der etwa einen Kilometer lange Pfad, der oberhalb des Sport- und
Freizeitbades Silvana parallel zum Wildpark verläuft. Sowohl das Städtische Forstamt als auch
die Kreishandwerkerschaft haben sich für das Gemeinschaftsprojekt ins Zeug gelegt: Jede
Innung hat ganz nach ihren Qualitäten einen Beitrag zu dem Pfad geleistet – sowohl bei der
Planung als auch in der Ausführung.
So gibt es von der Steinmetz- und Steinbildhauerinnung ein steinernes Guckloch, das den Blick
in die Natur schärfen soll, indem es das Augenmerk des Beobachters auf einen bestimmten
Bereich lenkt. Die Elektroinnung hat die Stimmen des Waldes eingefangen, die per Knopfdruck
auf einer mit Solarenergie betriebenen Klingelplatte abgerufen werden können. Außerdem
laden Fitness-, Klang- und Fühlstation zu einem bewussteren Erleben der heimischen Natur
ein. Den dicksten Baum der Welt mit über 14 Metern Durchmesser stellt das Forstamt anhand im
Kreis aufgestellter, hölzerner Pfähle nach.
Arbeitsstunden und Materialkosten haben die Innungen selbst gestemmt – trotz voller
Auftragsbücher und auch nach der regulären Arbeitszeit, sozusagen im Ehrenamt, wie
Kreishandwerksmeisterin Margit Rosentritt erklärte. Gemeinsam mit Oberbürgermeister
Sebastian Remelé durchschnitt sie das Band und übergab den Pfad damit offiziell seiner
Bestimmung – passenderweise mit Jagdmesser statt Schere.
Für den OB ist ein solcher Pfad schon länger ein Wunsch gewesen, wie er zur Eröffnung
erklärte. „Wir erleben derzeit eine neue Welle des Natur- und Körperbewusstseins“, sagte er. Mit
dem Naturerlebnispfad wolle man den Bürgern deshalb „den Einstieg in den Wald schmackhaft
machen“. Sein Dank galt neben allen mitwirkenden Innungen dem Leiter des städtischen
Forstamtes, Hans-Ulrich Swoboda, sowie dem stellvertretenden Kreishandwerksmeister und
Obermeister der Elektroinnung, Jürgen Weth, der seitens der Handwerkerschaft die Kernarbeit
leistete.
Dass das örtliche Handwerk stark mit der Stadt Schweinfurt verwurzelt sei, zeige sich laut
Remelé an zahlreichen weiteren Projekten, bei denen man stets auf die Unterstützung des
Handwerks habe zählen können. Im Falle des Naturerlebnispfades blieb das Engagement
jedoch keineswegs einseitig: Die Stadträte Dagmar Bebersdorf (Schweinfurter Liste) und
Reginhard von Hirschhausen (Grüne) hatten selbst Hand angelegt.

Quelle: mainpost.de
Autor: Melissa Hager