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Neujahrsempfang 2017 - Rede Margit Rosentritt


Wir haben wieder den ersten Mittwoch nach „heilig drei König“ im neuen Jahr. Es ist viertel nach acht, die gleichen Räumlichkeiten und viele bekannte Gesichter. Fast wie bei „Dinner for one“ Und trotzdem ist einiges ganz anders.
Jeder hier, hat im letzten Jahr das eine oder andere erlebt, schönes und weniger schönes, jedenfalls Begebenheiten, die die eigene Lebensphilosophie beeinflussen und Auswirkungen auf die Zukunft haben. Außerdem sind wir alle mindestens 365 Tage schlauer geworden.
Einige Veranstaltungen die wir 2016 hatten, gehören Sicherlich auch dazu, manche Denkweisen ein klein wenig zu verändern.
Angefangen haben wir im letzten Jahr mit der Aktion „Handwerk trifft Schule!“ Auszubildende verschiedenster Berufe gehen in Schulen und stellen ihren Beruf vor. Es wurde schon häufiger in den verschiedensten Schulen gemacht und hat den Vorteil, das Azubis und Schüler die gleiche Sprache sprechen, zumindest fast. Für mich ist es ganz lustig, wenn die jungen Berufstätigen sich über die jetzigen Schüler unterhalten und meistens zu der Meinung kommen, dass sie selbst nie so uninteressiert oder realitätsfremd waren. Diese Aktionen werden von unserem Ausbildungsberater Herrn Roland Maul organisiert. Er schafft mit seiner Begeisterung, dass nicht nur die Schüler von diesem Erfahrungsaustausch etwas haben. Auch die Azubis werden positiv beeinflusst. Sie werden selbstbewusster und sind stolz auf ihren Beruf. Danke Roland, für dein überdurchschnittliches Engagement.

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Neujahrsempfang 2016 - Rede von Margit Rosentritt

Jürgen Weth, Kathi Petersen, Rolf Lauer, Sebastian Remele, Margit Rosentritt, Florian Töpper, Gerhard Eck, Hugo Neugebauer

Sie sehen und hören, ich darf auch heute wieder zu Ihnen sprechen. Was nichts Anderes heißt, als das mich meine Obermeisterkolleginnen und Kollegen nach meiner dreijährigen Lehrzeit als Kreishandwerksmeisterin in eine Festanstellung übernommen haben. Und das, obwohl ich vor der Wahl meine Wünsche im Falle einer Wiederwahl geäußert habe.

Ein bisschen stolz bin ich auch, dass man uns dreien, also meinem Stellvertreter Jürgen Weth, unserer Geschäftsleitung Gitte Rapp und mir eine "gute Arbeit" bescheinigt hat, und das in Franken, wo doch "nix geschimpft , gelobt genug ist".

Es ist aber auch ein Leichtes, gute Arbeit abzulegen, wenn man mit motivierten Menschen zusammen arbeiten darf. vielen Dank Euch beiden für eure Einsatzbereitschaft und vor allem für ein ehrliches Miteinander.

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SCHWEINFURT
Jetzt die Meister-Liga anvisieren
Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft: 118 Auszubildende sind nun Gesellen


In der festlichen Atmosphäre des Schweinfurter Theaters hat Kreishandwerksmeisterin Margit Rosentritt im Beisein von vielen Ehrengästen aus Politik, Verbänden und Schulen 118 junge Leute von den Pflichten der Ausbildung freigesprochen.

Für eine Überraschung ist Margit Rosentritt immer gut: Am Samstagnachmittag outete sie sich gewissermaßen als profunde Fußballexpertin, zumindest in Sachen Fußball-Weltmeisterschaft. Da sie aber auch mit ganzem Herzen Handwerkerin ist, verwundert es wohl nicht, dass sie einen direkten Bezug zwischen Fußball und Handwerk herstellte: „Etwas“ habe sie noch zum Thema Fußball, sagte sie zum Schluss ihrer Rede. „Ist Ihnen eigentlich schon einmal aufgefallen, dass es keinen Fußball-Weltbachelor oder Fußball-Weltprofessor gibt? Nein, für das absolute Können, der Beste zu sein, verwendet man die Bezeichnung aus dem Handwerk – den Titel des Meisters.“ Damit forderte Rosentritt die Junggesellen auf, auch ihre persönliche Meisterschaft, sprich den Meisterbrief, zu machen.

Beim Anschauen der Fußballspiele seien ihr einige Parallelen zur Ausbildung aufgefallen. 4:0 gegen Portugal sei vergleichbar mit einem tollen Einstieg in die Lehre, bei dem man sich auch an veränderte Bedingungen gewöhnen müsse. Die Spiele gegen Ghana und USA, geteilte Meinungen – vergleichbar mit der Probezeit, die in dem einen oder der anderen auch manchmal Zweifel hervorgerufen habe.

Dann das Achtel- und Viertelfinale: keine Spiele, die in die Geschichte eingingen. Aber Deutschland habe gewonnen. Das sei die Zeit der täglichen Routine in der Ausbildung, in der die „Null-Bock-Phase“ genauso vorhanden war wie die Selbstzweifel: „Das schaffe ich nicht.“ Eine Zeit, in der der gesamte Trainerstab, sprich Eltern, Lehrer und Ausbilder, gefragt ist.

Eine Ausbildung dauere nun mal länger als eine Fußball-Weltmeisterschaft, Durchhänger gebe es immer wieder. Aber wichtig sei nur, wieder die Kurve zu kriegen und zu einem optimalen Ergebnis zu kommen. Das hätten die jungen Leute nun geschafft, so Rosentritt: Jetzt müssten sie selbst entscheiden, in welcher Liga sie nun weitermachen werden. Die Zukunftschancen seien so gut wie selten zuvor. Das Handwerk brauche gute Gesellen, Meister und generell junge Menschen, die Verantwortung übernähmen.

Zum Abschluss bat die Kreishandwerksmeisterin die Freizusprechenden, sich von den Plätzen zu erheben, und verkündete: „Ich erhebe Sie hiermit in den Gesellenstand.“

Grüße für die Stadt und den Landkreis überbrachte bei der Freisprechungsfeier Landrat Florian Töpper. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Sebastian Remelé freue er sich über die Vollbeschäftigung in der Region. Die Industrie habe daran zwar einen großen Anteil: „Aber wir alle wissen, was wir an unseren Handwerksbetrieben haben.“

Das Handwerk halte viele Ausbildungsplätze bereit, tue sich aber manchmal schwer, diese auch besetzen zu können. Töpper richtete einen eindringlichen Appell an Schüler und Eltern, das ganze Spektrum des Bildungs- und Ausbildungsangebots im Auge zu behalten. Denn ein Handwerksberuf biete vielfältige Karrierechancen.

Auch Handwerkskammerpräsident Hugo Neugebauer rief die gerade Freigesprochenen dazu auf, jetzt nicht stehen zu bleiben, sondern sich im Beruf weiter zu verwirklichen. Über 50 Prozent aller Schüler strebten einen höheren Abschluss und ein Studium an. Allerdings seien nur rund 16 Prozent der Arbeitsplätze für Akademiker vorgesehen – ein Anteil, der in den nächsten zehn Jahren wohl auf 25 Prozent wachsen werde. Vor diesem Hintergrund werden es viele Studienabgänger schwer haben, einen Arbeitsplatz zu finden.

Die Innungsbesten: Bäckerinnung Schweinfurt-Haßberge: Bäcker: Arend Jurga (Bäckerei Wolfgang Müller, Haßfurt), Fachverkäuferin: Jeanine-Susan Crouse (Harald Fuchs, Bamberg). Bauinnung Schweinfurt und Haßberge: Moritz Rink (Firma Riedel Bau Schweinfurt). Fleischerinnung: Fleischer: Julian Gold, (Rudolf Geeb, Schweinfurt), Fachverkäuferin: Tina Wegner (Rudolf Geeb, Schweinfurt). Friseurinnung: Nina Nicoli (Nicole Bauer, Schweinfurt). Malerinnung: Miriam Radler (Firma Weipert, Stadtlauringen). Schreinerinnung: Matthias Wiesiolek (Firma Deeg, Dittelbrunn).

Quelle: mainpost.de
Autor: Herbert Götz

Rede beim Neujahrsempfang 2015 von Margit Rosentritt

Meine Lehrzeit als Kreishandwerksmeisterin ist fast beendet.
Ich habe eine Lehrzeitverlängerung von drei auf dreieinhalb
Jahre bekommen. Und ob ich übernommen werde, meine
Obermeister werden das im Frühjahr entscheiden.

Mit diesem Amt habe ich, wie jeder Auszubildende einen neuen
Wochenrhythmus bekommen, viele nette Menschen kennen gelernt
und mit der Zeit auch mehr Verantwortung übernommen.
Mein Ausbilder, in meinem Fall mein Vorgänger Udo Wachter war
und ist da, wenn ich Ihn brauche.
Die zwei Ausbildungspaten die ich habe, Gitte Rapp und Jürgen
Weth helfen mir wo es nur geht.
Meinen Obermeisterkolleginnen und Kollegen, meinen
Kreishandwerksmeisterkollegen sowie allen Verantwortlichen der
Handwerkskammer kann ich ein sehr gutes Miteinander bescheinigen.
Also alles in Allem, kann ich mich nicht beklagen.
Ich wünsche jedem eine Lehrzeit wie ich sie hatte

Eigentlich habe ich ja das Gefühl, wir waren erst hier und waren
gespannt, was uns das Jahr 2014 bringt und jetzt erwarten wir
schon 2015.
Aber wenn die Zeit schnell vergeht, hat es ja Spaß gemacht.
Jeder von Ihnen weiß, wie lange eine halbe Stunde sein kann,
wenn man beim Zahnarzt auf dem Stuhl sitzt.

Es könnte aber auch daran liegen, das wir uns unterm Jahr relativ
häufig gesehen haben und wir eigentlich viel Zeit miteinander
verbringen.
Deshalb ist der Neujahresempfang für mich schon fast wie ein
Familientreffen und ich freue mich, mit Ihnen das neue Jahr zu
beginnen.
Im letzten Jahr habe ich meine Rede mit dem Wunsch geendet, dass
wir immer die richtigen Menschen um uns haben, die wir brauchen.
Dafür darf ich mich ganz herzlich bei ihnen bedanken,
für mich ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen.

2014 war für uns in der Kreishandwerkerschaft ein besonderes
Jahr, es war neben den normalen Terminen, geprägt von den
Vorbereitungen für unser 60 jähriges Jubiläum.
Im Nachhinein kann man, glaube ich, schon sagen,
es war eine gelungene Veranstaltung.

Weiterlesen: Neujahrsempfang 2015

 

 

 

SCHWEINFURT
Kenner kennen keine Grenzen

Stadträte helfen mit bei der Werbung fürs Handwerk – Schwierige Suche nach geeigneten Auszubildenden

Am 20. September hat das Handwerk zum vierten Mal den „Tag des Handwerks“ veranstaltet. Das Motto lautet heuer „Können kennt keine Grenzen“. Der Hintegrund ist klar: Die Branche benötigt Nachwuchs und sucht Fachkräfte.

Stadträtin Dagmar Bebersdorf (SWL) meistert unterstützt von Damian Kratochwil einen Ölwechsel.

Stephan Kuserau (SPD) feinmechanisch tätig im Uhren- und Schmuckgeschäft von Christiane Winkler.

Stefan Labus (SWL, Mitte) helfen in der Zimmerei Feser Kützberg Anna Lena Feser und Bernhard Niedermeier.

SPD-Stadtrat Ralf Hofmann hört auf Maler-Azubi Eva Schmich von der Firma Schleemilch.

Linken-Stadtrat Frank Firsching in der Backstube mit Bäckermeister Gerhard Götz.

Stefan Funk (CSU) in Aktion mit Optikermeister Josef Strobel. 

In Schweinfurt hatten die Verantwortlichen der Kreishandwerkerschaft für diese Werbeaktion schon den Oberbürgermeister, den Landrat und auch bekannte Lehrkräfte eingespannt. Heuer sollten Stadträte zu einem „Praktikum“ bei Mitgliedsfirmen animiert werden. Sechs Volksvertreter und die Medien spielten mit. Die Handwerksbetriebe sowieso, sie suchen ja Leute, auch wegen der guten Auftragslage.

 

Frühaufsteher ist am Samstag Frank Firsching, Der Fraktionsführer der Linken steht um 5 Uhr in der Backstube der Firma Götz in Oberndorf. Bäckermeister Gerhard Götz attestiert dem Stadtrat, dass er sich „gut anstellt“, Firsching ordnet sich eher als Handlager ein. Aber darum geht es ja nicht.

 


Am 20. September hat das Handwerk zum vierten Mal den "Tag des Handwerks" veranstaltet. Das Motto lautet heuer "Können kennt keine Grenzen". Der Hintegrund ist klar: Die Branche benötigt Nachwuchs und sucht Fachkräfte.
Götz zählt sechs Beschäftigte. 2015 wird wieder ein Auszubildender gesucht. Götz hofft, einen zu finden. Wegen der Arbeitszeit ist es nämlich um Nachwuchs im Bäcker- und Konditorenhandwerk nicht so gut bestellt. Zu viele junge Menschen strebten außerdem Richtung Studium. Und drittens: Die Konkurrenz Industrie mit ihren „Super-Konditionen“, sagt Götz. Firsching lobt die Teamarbeit, er erwähnt, dass Götz Tarif zahlt und empfiehlt das allen Handwerksbetrieben.

 

Seit zwei Stunden schon bereitet Ralf Hofmann bei der Firma Schleemilch in der Werkstatt in der Hohmannstraße eine Türe zum Lackieren vor. Wie Firsching zuvor, spricht der SPD-Stadtrat in einer Pause von Demut und Riesenrespekt, den er dem Handwerk zollt. Geduldig gibt ihm Eva Schmich Ratschläge. Sie befindet sich im dritten Lehrjahr fürs Maler- und Lackierer-Handwerk. Hofmann sieht sich spöttisch als „genialen Handwerker“ und meint seine beiden linken Hände. Lehrling Schmich macht aber Mut.

 

Bei der Aktion wirkt Hofmann mit, weil er dem „wichtigen Handwerk“ helfen will, auf das Nachwuchsproblem aufmerksam zu machen. Außerdem hat er zwei Töchter, vielleicht wär's ja was für sie. Firmenchef Detlef Wörner beschäftigt elf Mitarbeiter, davon sind drei Azubis, die Auftragslage nennt er gut. Er macht kein Hehl daraus, dass die Nachwuchssuche schwer ist. Die angebotenen Praktika würden zwar gut genutzt. Er müsse aber feststellen, dass viele „die Arbeit nicht sehen“ und die, die praktisch gut seien, schulische Defizite aufwiesen. Andererseits: Das Handwerk habe Zukunft, der Beruf des Maler und Lackierers sei abwechslungsreich.

 

Es geht in den Landkreis. Bei der Zimmerei Feser in Kützberg hat Stefan Labus den 100. Nagel in einen Träger gehauen. „Das geht in die Knochen“ gibt der Fraktionschef der Schweinfurter Liste zu. Obwohl „ich weiß, wie schwer es das Handwerk hat“, zollt auch Labus den „Kollegen“ um sich herum Respekt. Anna Lena Feser, die Tochter des Hauses und 2012 Innungssiegerin und Vorarbeiter Bernhard Niedermeier geben Tipps. Labus hämmert weiter.

 

Feser zählt inklusive der Geschäftsführung elf Mitarbeiter. Auch hier ist die Auftragslage „sehr gut“, sagt Chefin Ulrike Feser. Die Zimmerer werden als die Elite am Bau bezeichnet, was vielleicht der Grund ist, dass sich schon geeigneter Nachwuchs findet. Das Problem ist, dass gute Leute nach der Ausbildung fortgingen, sei es, dass sie sich selbstständig machen oder in die Industrie wechseln.

 

Zurück nach Schweinfurt. In der Werkstatt der Autofirma Glückert hilft Mitinhaber und Kfz–Meister Damian Kratochwil der Stadträtin Dagmar Bebersdorf (Schweinfurter Liste) beim Ölwechsel.

 

Zufällig erscheint auch Kreishandwerksmeisterin und Obermeisterin der Friseure, Margit Rosentritt. Sie bestätigt, dass viele junge Leute die Berufe meiden, in denen sie sich „dreckig machen“, und dass es einen Trend zum Studium gebe. Deshalb die Werbeaktion. Sie weiß, dass Handwerker gefragt sind. „Handwerk ist eine Lebenseinstellung, man hat viel Verantwortung und viel mit Menschen zu tun“, sagt sie und fügt den altbewährten Slogan an: Handwerk hat Goldenen Boden.

 

Der Ölwechsel ist ohne größere Verschmutzung gelungen. Kratochwil ist zufrieden. Er sagt, dass er es als Hauptschüler mit Fleiß und Spaß auch zum Meister geschafft habe.

 

„Das Handwerk ist eine Lebenseinstellung.“
Kreishandwerksmeisterin Margit Rosentritt

 

In der Firma gibt es sechs Mitarbeiter, zwei sind Auszubildende, die zu finden sich schwieriger gestaltet, sagt Kratochwil. Er hat einen Trend zum Büro festgestellt und bestätigt damit Rosentritt.

 

Ihr Stellvertreter und Obermeister der Elektro-Innung, Jürgen Weth, wünscht sich eine bessere Grundausbildung in der Mittelschule. Defizite gibt es vor allem in der Mathematik, sagt er.

 

Nächste Station ist Optik Strobel in der Schweinfurter City. CSU-Fraktionschef Stefan Funk leistet dort sein Praktikum ab. Dass er bei einem Optikgeschäft „arbeiten muss“, ist Zufall: Er ist wie die anderen Stadtratskollegen ausgelost worden. Weil Brillenträger, „passt das aber“. Spannend nennt Funk die Kombination aus Handwerk, Einzelhandel und Dienstleister. Funk geht später ebenso das Wort „Respekt“ vom Mund.

 

30 Jahre ist Strobel schon in Schweinfurt ansässig, vom Wechsel von der Roßbrunnstraße ins umgestaltete Rückert-Zentrum habe man profitiert, berichtet Chef Josef Strobel. Mit ihm zählt das Team sechs Mitarbeiter, darunter ein Azubi. Rund 20 junge Leute hat er schon ausgebildet.

 

Nachwuchssuche? Nicht einfach, antwortet Strobel und nennt als Grund die Öffnungszeiten abends bis 19 oder 20 Uhr und den Samstag als Arbeitstag. Anderseits bricht er eine Lanze für den Beruf des Optikers, der neben dem Handwerk auch viel Kommunikation, also Umgang mit Menschen sei. Handwerk, Handel und Dienstleistung ist auch in der Schmuck- und Uhrenecke in der Langen Zehntstraße das Thema. Der SPD-Stadtrat Stephan Kuserau konzentriert sich dann aber aufs Handwerk. Als gelerntem Fluggerätebauer ist ihm feinmechanisches Arbeiten nicht fremd. Wenn ihn nicht das Fliegen so sehr fasziniert hätte, wäre er Uhrmacher geworden, verrät er.

 

Chefin Christiane Winkler, Uhrmachermeisterin, Goldschmiedin und Betriebswirtin, hat Kuserau in Anlehnung an das „Schörschle“ den Auftrag erteilt, ein kleines Schwein aus einem Silberblech zu schneiden. Fürwahr eine Filigranarbeit, aber es klappt. Dass auch in ihrer Branche die Nachwuchssuche nicht einfach ist, verwundert den Reporter.

 

Das Handwerk bietet insgesamt 130 Ausbildungsberufe. Viele noch folgende Veranstaltungen richten sich vor allem an Jugendliche und stellen die beruflichen Chancen im Handwerk in den Mittelpunkt. Interessierte erhalten dabei spannende Einblicke in die gar nicht schlechten Karriereperspektiven, sagen die Verantwortlichen im Handwerk.

 

Quelle: mainpost.de

Autor: Hannes Helferich